In unserer Reihe – dem Finanz-ABC – erklären wir zu jedem Buchstaben drei zentrale Begriffe aus der Finanzwelt. Klar und prägnant – perfekt für alle, die sich auf das Wesentliche konzentrieren. Viel Spaß beim Entdecken und Durchstarten!
Eigenkapital
Eigenkapital bezeichnet das eigene Vermögen, das bei einer Finanzierung eingebracht wird und nicht durch Kredite oder Darlehen stammt. Es reduziert das Risiko für die Bank, was sich in besseren Konditionen, niedrigeren Zinssätzen und einer höheren Wahrscheinlichkeit der Kreditzusage widerspiegelt.
Bedeutung in der Bau- und Immobilienfinanzierung
- Banken erwarten in der Regel, dass Kreditnehmer mindestens 10 bis 20 % des Kaufpreises einer Immobilie als Eigenkapital einbringen. Zusätzlich 10 % für die Kaufnebenkosten.
- Wer weniger Eigenkapital besitzt, muss mit höheren Zinssätzen und strengeren Bonitätsanforderungen rechnen.
- Einige Banken finanzieren auch 100-%-Finanzierungen, bei denen nur die Kaufnebenkosten durch das Eigenkapital beglichen werden müssen.
Was zählt als Eigenkapital?
- Ersparnisse: Geld auf dem Girokonto, Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto.
- Wertpapiere und Anlagen: Aktien, Fonds, Anleihen oder andere liquide Investitionen.
- Bereits bezahltes Grundstück: Falls ein Baugrundstück bereits vorhanden ist, kann es als Eigenkapital eingebracht werden.
- Zinslose Privatdarlehen von Familie oder Freunden: Manche Banken akzeptieren private Darlehen als Ersatz für Eigenkapital, sofern eine Rückzahlungsvereinbarung existiert.
Effektivzins
Der Effektivzins, auch effektiver Jahreszins genannt, gibt an, welche tatsächlichen Kosten ein Kredit pro Jahr verursacht. Im Gegensatz zum Nominalzins, der nur die reine Verzinsung der Kreditsumme angibt, berücksichtigt der Effektivzins auch Gebühren, Bearbeitungskosten und andere Kreditnebenkosten.
Energieeffizientes Bauen
Energieeffizientes Bauen bedeutet, eine Immobilie nach modernen Energiestandards zu errichten oder zu sanieren, um langfristig Heiz- und Stromkosten zu senken. In Deutschland gibt es zahlreiche staatliche Förderungen, insbesondere durch die KfW, die zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für energieeffiziente Bauvorhaben vergibt.
Vorteile einer energieeffizienten Immobilie
- Niedrigere Nebenkosten: Durch bessere Dämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien können die Energiekosten um bis zu 70 Prozent im Vergleich zu Altbauten gesenkt werden.
- Höherer Wiederverkaufswert: Ein energieeffizientes Haus erzielt auf dem Immobilienmarkt höhere Preise und bleibt langfristig attraktiv.
- Fördermittel und günstige Kredite: Staatliche Programme unterstützen Bauherren und Käufer finanziell.
Die KfW fördert energieeffiziente Neubauten mit Krediten zu vergünstigten Zinssätzen und Tilgungszuschüssen.
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